SPD-Kirkel für alternative Bestattungsformen in der Gemeinde

Veröffentlicht am 19.02.2015 in Gemeindepolitik

Errichtung eines Friedwaldes in der Gemeinde soll geprüft werden

Der Gemeinderat Kirkel wird in diesem Frühjahr eine neue Friedhofsatzung beschließen. Diesbezüglich setzt sich die SPD-Kirkel neben den traditionellen Bestattungsarten auch für die Berücksichtigung alternativer Bestattungsformen ein.

Die Bestattungskultur in unserer Gesellschaft und damit die Erwartungen an die Kommunen als Träger der Friedhöfe ändern sich immer stärker. Viele Menschen entscheiden sich für alternative Bestattungsformen und damit gegen traditionelle Bestattungen mit Sarg und Einzelgrab, auch bedingt durch den Umstand, dass viele Angehörige nicht mehr am Wohnort des Verstorbenen leben und somit weniger Gelegenheit zur Grabpflege haben.

Dieser Entwicklung müssen wir auch in der Gemeinde Kirkel Rechnung tragen. Auch in unserer Gemeinde wächst der Wunsch nach anderen Bestattungsformen, als die einer traditionellen Erdbestattung auf den Friedhöfen. Wir prüfen daher die Umsetzung von Baumbestattungen und sog. Wiesengräbern auf den Friedhöfen in unserer Gemeinde. Auch wollen wir die Machbarkeit der Errichtung eines Friedwaldes in unserer Gemeinde überprüfen. Die Asche Verstorbener ruht hier in biologisch abbaubaren Urnen an den Wurzeln eines Baumes. So eröffnet sich eine natürliche und würdevolle Alternative zu den bislang gewohnten Bestattungsarten. Die Grabpflege übernimmt im Friedwald die Natur.

 

Die SPD-Fraktion wird in der nächsten Sitzung des Gemeinderates einen Antrag einreichen zur Überprüfung der Machbarkeit eines Friedwaldes in der Gemeinde. Vor der Festlegung auf eine solche neue Bestattungsform sollen außerdem die Vertreter der beiden im Ort ansässigen christlichen Konfessionen und die hier tätigen Bestattungsunternehmen angehört werden.

 

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